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Kurpfalz-Gymnasium und Realschule Mannheim

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S C H Ü L E R A U S T A U S C H

 

                                    
       

Austauschplakat

     

 

Schüleraustausch mit Froncles vom 10.-15.05.2009

 

Auch dieses Jahr fuhren wieder einige KGRM-Schüler der Klassenstufe 7 für eine Woche nach Froncles zu unserer französischen Partnerschule. Nachdem wir bereits im Vorfeld per Brief und eMail regen Kontakt mit unseren Partnern gehabt hatten, kamen  wir am Sonntag, den 10.05., nach 6-stündiger Fahrt in Froncles an. Den Abend verbrachten wir zunächst mit unserer Gastfamilie und lernten uns erst einmal kennen. Ungewohnt war es von der französischen Sprache den ganzen Tag umgeben zu sein, sehr interessant und lehrreich eine neue Familie und deren Alltag sowie das französische Schulsystem vor Ort kennen zu lernen.

 

Collège Marie Calvès

 

Was haben wir nun in dieser Woche alles gemacht?

 

Montag, 11.05.09

 

Wir wurden in der Schule, dem   Collège Marie Calvès, vom Rektor empfangen und  konnten in der Kantine frühstücken. Danach nahmen wir am Unterricht teil. Während der Woche hatten wir Mathe, Musik, Kunst, Deutsch, Sport, Biologie, was sehr interessant war, da die Lehrer den Stoff speziell für uns aufbereiteten. Auf diese Weise lernten wir auch noch etwas über Wahrscheinlichkeitsrechnung, Zeichensetzung oder Verhütung... und das alles auf Französisch.
 

Nachdem wir in der Kantine zu Mittag gegessen hatten, besuchten wir das Schloss von Madame du Chatelet, die in Cirey-sur-Blaise seinerzeit Voltaire aufgenommen hatte, einen der berühmtesten französischen Philosophen und Schriftsteller. Er lebte dort von 1739-1746 und arbeitete mit Madame du Chatelet besonders in den Bereichen Naturwissenschaften und Theater zusammen.

 

Dienstag, 12.05.09

 

Am Vormittag besuchten wir die Cristallerie von Bayel, eine Glasbläserei in der Umgebung. Dort wird ein besonders hochwertiges Kristallglas hergestellt, u. a. für den Export nach Russland. Am Nachmittag kehrten wir dann wieder zur Schule zurück. Einige Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Schulsystem siehe hier:

 

Schule in Frankreich - Was ist uns aufgefallen?


- an allen Schulen findet jeden Tag Nachmittagsschule statt, außer mittwochs 
- jeder Lehrer hat einen eigenen Raum: die Schüler kommen zum Lehrer, nicht umgekehrt 
- in jeder Schule gibt es eine Kantine, alle essen dort (und keiner beginnt mit dem Essen,
  bevor nicht alle am Tisch sitzen!)
- in jeder Schule gibt es ein CDI, einen Raum, in dem man Bücher ausleihen, seine
   Hausaufgaben machen oder im Internet recherchieren kann. 
- zur Bewertung gibt es maximal 20 Punkte, die bei uns einer 1 entsprechen

 

Mittwoch, 13.05.09

 

An diesem Tag fuhren wir nach Colombey-les-deux-Eglises, wo wir als erstes das Grab von Charles de Gaulle aufsuchten. De Gaulle war der wichtigste französische Präsident für die Grundlegung der deutsch-französischen Freundschaft. Zusammen mit Konrad Adenauer besiegelte er am 22.01.1963 nach jahrzehntelanger Feindschaft die Freundschaft beider Länder in Form eines Vertrags. Seitdem wuchsen die beiden Nachbarländer kulturell, politisch und wirtschaftlich immer mehr zusammen, Städtepartnerschaften wurden gegründet, das Deutsch-Französische Jugendwerk ins Leben gerufen. Heute gelten Deutschland und Frankreich sogar als "Motor" der EU!

 

2008 wurde in Colombey das neue "Mémorial Charles de Gaulle" von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy eingeweiht. In diesem wirklich exzellenten Museum wird u. a. die Lebensgeschichte de Gaulles dargestellt, eingebunden in die damaligen politischen Verhältnisse während des 2. Weltkriegs und den Widerstand gegen die Besatzer, aber auch im Zusammenhang mit dem Algerienkrieg.

 

Am Nachmittag machten wir in Chaumont einen Stadtrundgang und bummelten anschließend noch etwas herum. Den Tag schlossen wir mit einem Aufenthalt im Bowlingcenter bei bester Stimmung ab.

 

Donnerstag, 14.05.09

 

Nach einem interessanten Unterricht mit Gruppenarbeit am Vormittag kam ein Journalist in die Schule, der einen Artikel über unseren Besuch in der lokalen Presse veröffentlichen wollte. Ist es nicht toll auf diese Art auch noch in einer französischen Zeitung zu erscheinen?

 

Nach dem Mittagessen besuchten wir "Les Forges". Dies ist ein deutsches Industrieunternehmen mit Sitz in Froncles, das Autoteile herstellt. Wir bekamen zunächst per PowerPoint eine Einführung und besichtigten danach den Betrieb, zu dessen Kunden die Autoproduzenten BMW, Daimler Chrysler, Opel, Porsche, Seat, Skoda und VW gehören.

 

 

 


  • Bienvenue à la
      Société des Forges de Froncles!
     

  • Depuis plus d'un siècle, SFF développe et produit des pièces techniques de Frappe à froid. Fournisseur de rang 1 de l'automobile, plusieurs clients prestigieux nous ont déjà fait confiance pour les aider dans ce secteur réputé comme l’un des plus exigeants en terme de coût, qualité et délais.

    Fier de notre histoire et résolument tourné vers l'avenir, nous faisons profiter nos clients de
    notre expérience et de nos avancées technologiques dans les domaines que nous maîtrisons. Acteur mondial, nous les accompagnons dans leur développement en assurant une offre globale et présence internationale à travers des partenariats vivants, forts et durable.

 

 

Freitag, 15.05.09

 

Nach einem letzten Abend in unserer Gastfamilie fuhren wir morgens um 8 Uhr wieder in Richtung Heimat los. Der Abschied fiel uns schwer, denn nach anfänglichen kleinen Umstellungsschwierigkeiten hatten wir uns in Froncles dann doch so richtig wohl gefühlt. Es waren wirklich beeindruckende Tage, in denen wir durch unzählige neue Erfahrungen in den Gastfamilien, der Schule und der Region nicht nur unser Französisch verbessern konnten, sondern auch die französische Kultur kennen lernten und viele neue Freunde gewannen.


Beitrag: Birgit Loos

 


 

 

Austausch zwischen dem KGRM und dem Collège Marie Calvès in Froncles 2008

 

 Zeitraum und Teilnehmer

Anwesenheit der deutschen Schüler in Froncles: 25. – 30.05.2008
Anwesenheit der französischen Schüler in Mannheim: 06. – 11.10.2008
Teilnehmer: Jeweils 12 Schüler einer 7. Klasse (2. Lernjahr)

Vorbereitung
 

Die Schüler haben im Vorfeld mit den Austauschpartnern Kontakt aufgenommen, und zwar per Brief, eMail oder per Telefon. Sie haben sich gegenseitig zum Geburtstag gratuliert (wenn möglich), und sie haben regelmäßig im Unterricht über die Kontakte mit ihren Austauschpartnern berichtet. Damit waren auch die Schüler in das Geschehen eingebunden, die nicht am Austausch teilnehmen können. Voller Stolz berichteten die Schüler darüber, wie gut sie bereits Französisch verstehen können.

Kurz vor der Abreise haben wir uns mit den passenden Gastgeschenken beschäftigt. Wir haben uns nochmals angeschaut, welche Hobbies die Schüler haben, wir haben überlegt, welche deutsche Musik-CD oder welche deutsche Film-DVD den französischen Schülern Freude machen könnte bzw. welche deutschen Spezialitäten ein schönes Mitbringsel wären. Um Enttäuschungen zu vermeiden, haben wir in Vorbereitung des Austauschs auch auf Unterschiede im deutschen und französischen Schulsystem hingewiesen sowie auf den gänzlich anderen Lebensraum, den die deutschen Schüler in Froncles zu erwarten hatten (Unterschied Stadt und Land).

D
as Programm für den Aufenthalt in Frankreich wurde gemeinsam mit den französischen Kolleginnen des   Collège Marie Calvès geplant.
 

 

Aufenthalt in Frankreich


Die deutschen Schüler wurden in Frankreich sehr herzlich aufgenommen, sowohl von den Gasteltern wie auch in der Schule. Das Programm während des Aufenthalts in Frankreich war äußerst vielseitig: Die deutschen Schüler durften an einigen Unterrichtsstunden teilnehmen. Einige der französischen Kollegen hatten ihren Unterricht entsprechend angepasst, z.B. Erdkunde und Geschichte über Frankreich (z. T. im Vergleich zu Deutschland), Musik (u. a. Tokio Hotel), Sport (gemeinsames Basketballturnier). Auch der Unterricht in Französisch, Physik und Kunst war für die Schüler (und uns Lehrer) sehr aufschlussreich. Im Deutschunterricht wurden kleine Projekte gemeinsam von den deutschen Austauschschülern mit ihren französischen Partnern erarbeitet (gegenseitige Steckbriefe erstellen, Berichte zu den gemeinsamen Unternehmungen).
 

Gemeinsame Aktivitäten
 

Gemeinsam durchgeführt wurden der Besuch einer Fabrik für Fahrzeugteile, die einen deutschen Eigentümer hat. Hier wurde besonders darauf hingewiesen, wie wichtig die Kenntnis  der jeweils anderen Sprache ist im Hinblick auf die vielen deutsch-französischen Wirtschaftskooperationen. Auch ein Besuch des Wohnhauses von Charles de Gaulle stand auf dem Programm, ein absoluter Höhepunkt des Austausches. Die Persönlichkeit des großen Staatsmannes, seine Bedeutung für die deutsch-französische Aussöhnung sowie den europäischen Einigungsprozess wurde den Schülern anschaulich dargestellt. Nach einem Tagesausflug mit Stadtführung durch Dijon hatten die Schüler genügend Zeit zur freien Verfügung, um eigenständig eine französische Großstadt zu erkunden und sich in ihr zurechtzufinden. Und schließlich besuchte man noch eine Glasbläserei und das dazu gehörende Heimatmuseum. Für die deutschen Kinder war dies der erste Besuch einer Glasbläserei und –schleiferei. Es gefiel ihnen sehr gut und alle waren recht beeindruckt.
 

Auswertung
 

Unsere Schüler waren ausgesprochen begeistert von ihrem Aufenthalt in Frankreich. Beim Abschied flossen viele Tränen, auch bei den Müttern und sogar unter den Jungs… Sie berichteten den daheim gebliebenen Klassenkameraden von der schönen Zeit, die sie in Frankreich verbracht hatten. Dadurch wurde sehr viel Werbung für unser Nachbarland gemacht. Insgesamt kann man sagen, dass der Austausch ein ganz großer Erfolg war für die Stärkung der deutsch-französischen Freundschaft. Als Nachbereitung des Austausches haben wir einen Schaukasten im Eingangsbereich unserer Schule gestaltet, in dem wir die gemeinsamen Fotos aufgehängt und unsere Aktivitäten in Frankreich dargestellt haben. Dieser Schaukasten wird bis zum Austausch im kommenden Jahr bestehen bleiben, als Erinnerung für die Teilnehmer von diesem Jahr und zur Vorfreude derjenigen, die im kommenden Jahr nach Frankreich reisen werden. Doch zunächst freuen wir uns auf den Gegenbesuch unserer französischen Freunde bei uns in Mannheim im kommenden Oktober.


Beitrag: Annette Adel

 


 

Allgemeines zum traditionellen KGRM-Schüleraustausch mit Frankreich
Appariement avec Mannheim en Allemagne
 

Partnerschule in Froncles/Haute-Marne:   Collège Marie Calvès
 

 

Die Franzosen bei uns ...

Bereits seit mehr als 25 Jahren besuchen Schüler des Collège "Marie Calvès" aus Froncles Schüler des KGRM. Jedes Jahr gibt es ein abwechslungsreiches Programm: So informieren sich bei uns die französischen Mädchen und Jungen z.B. im Mannheimer Landesmuseum über die hiesige Technikgeschichte oder fahren nach Mainz ins Gutenberg-Museum, um etwas über die Anfänge des Buchdrucks zu lernen. Der Besuch im "Schnawwl" des Nationaltheaters rundet ihren Aufenthalt mit Kultur ab...

 

Beim gemeinsamen Unterricht im KGRM findet bilinguale Gruppenarbeit statt, wobei z.B. die französischen Schüler ihre deutschen Partner über Schulalltag, Freizeitgestaltung, Medien, Politik und Geographie interviewen und umgekehrt. Während des anschließenden Besuchs beim Museumspädagogischen Dienstes der Kunsthalle können die Schüler schließlich selbst kreativ werden. Und im Speyerer Technikmuseum steigen sie in exotische Autos und Flugzeuge...
 


 

A 25 km de Chaumont, le Collège Marie Calvès est situé en zone rurale ; 40 % des élèves sont originaires de Froncles (2 000 hab.), 60 % proviennent de 16 villages environnants, mais de tradition industrielle.

 

Sur l’ensemble du secteur, le taux de chômage se situe entre 12 et 14%. L’emploi se répartit essentiellement sur le commerce et l’industrie d’une part, l’agriculture et les métiers de la forêt d’autre part. Les travaux agricoles et forestiers ne représentent qu’environ 10% de l’activité. L’emploi industriel qui s’amenuisait lentement se relève quelque peu. Quelques communes limitrophes se valorisant, les effectifs du collège en baisse ces dernières années se stabilisent.

 

 

Wir bei den Franzosen ...

Im Gegenzug machen sich unsere Schüler mit ihren Französischlehrerinnen zum Besuch in Froncles, in der südlichen Champagne, auf. Man besichtigt regionale Besonderheiten wie die Altstadt von Troyes mit typischer Fachwerkarchitektur und spätgotischen Kirchenfenstern, eine Champagnerkellerei in Rizaucourt und vieles mehr.

 

Bild von Froncles anklicken
 

Dabei kommt auch die Geschichte nicht zu kurz: Von der Römersiedlung in Grand mit einem für Gallien typischen Semi-Amphitheater und einem riesigen Mosaikfußboden aus einer Gerichtshalle geht es weiter nach Colombey-Les-Deux-Eglises, der Gedenkstätte für Charles de Gaulle, der als Präsident die Verfassung der V. Republik entscheidend geprägt hat. In ihren Gastfamilien können die Schüler das  Alltagsleben der französischen Freunde direkt mitverfolgen. Und auch die engagierten Diskussionen im Unterricht tragen dazu bei, dass das heutige politische Frankreich besser wahrgenommen wird.

 

Gruppenunterricht, ein Badmintonturnier und ein gemeinsames Bowling bringen deutsche und französische Schüler einander näher und festigen die Partnerschaft. Da beim Abschied gerne neue Treffen ausgemacht werden, zeigt sich immer wieder der Wert eines solchen Schüleraustauschs.